Schulschwimmen Saas Fee


Vassco u. seine Freunde

 

Schulschwimmen
Primarschule u. Kindergarten Saas Fee

aqua schule spass im Nass

 

Schwimmen – eine Grundlagensportart
Die Grundlage für alle Wassersportarten ist das Schwimmen. Ohne genügende Schwimmfertigkeit kann keine dieser Sportarten sicher ausgeübt werden. Schwimmen gehört mit Skifahren, Hockey, Mountainbiken / Velofahren und Wandern / Walking zu den beliebtesten Sportarten der Schweiz. Tausende amüsieren sich an warmen Tagen in Bädern, Flüssen und Seen oder schwimmen in der kalten Jahreszeit im Hallenbad.
Selten kommt es zu einem tragischen Ereignis: Bei den 5- bis 16-Jährigen ertranken in den letzten acht Jahren (2000–2007 gemäss bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung) insgesamt 45 Kinder, 15 davon in einem Schwimmbad – im Durchschnitt knapp zwei Kinder pro Jahr.

Optimale Voraussetzungen für das Schulschwimmen
Die Organisation des Schwimmunterrichts an einer Schule hängt von verschiedenen Faktoren ab:
• Kreativität und Einsatz der Schulleitung und der Lehrkräfte
• fachspezifische Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte
• Möglichkeit, Schwimmfach-Lehrkräfte zu engagieren
• vorhandene Infrastruktur, finanzielle Möglichkeiten
• Engagement der Eltern
• Eine Analyse dieser Faktoren erlaubt es, einen den spezifischen Gegebenheiten angepassten effizienten Schulschwimmunterricht zu organisieren.

Schwimmenlernen & Sichherheit
Wasser ist für uns Menschen ein Element, an dessen Eigenschaften wir uns zuerst gewöhnen müssen, bevor wir uns an ihm erfreuen können. Somit ist auch das Schwimmenlernen in drei Phasen einzuteilen:
1. Wassergewöhnung
2. Wasserbewältigung / Wasserkompetenz
3. Schwimmtechniken lernen

Ziel:   Sicherheit und Spass.
• Kinder mit dem Element Wasser vertraut machen.
• Wie kann das Kind sicher mit Wasser umgehen.
• Wie kann es sich selber Retten
• Eine umfassende Einführung in das Schwimmen, mit Liebe zum Spielformen in Wasser, Überlebungsschwimmen, Aktivitäten arrangiert für Freizeit ins Wasser und mehrere Fortbewegungsformen / Schwimmstile in Wasser.
•Spass haben am Wasser.

Beitrag zur:
• Motorische Entwicklung durch verschiedene Bewegungsformen.
• Sozial-Emotionale Entwicklung durch Umgang mit anderen Kindern.
• Grundbasis der Entwicklung durch Einblick in Tiefe, Abstand, Schall und widerstand des Wassers.

Wichtig:
• Intensives bewegen, anschliessend der natürlichen Bewegungsdrang des Kindes.
Daher kurze Erklärungen und keine oder wenig Kinder auf der Rand des Beckens

Die 9 Etappen des Schulschwimmunterrichts
Die Lernziele des Schwimmunterrichts sind in 9 Etappen beschrieben. Jede Etappe entspricht dem Schwierigkeitsgrad eines Grundlagentests von und wurde für den Schulschwimmunterricht ergänzt.  

Die nachstehende Tabelle zeigt Richtwerte für die Primarschule u. Kindergarten Saas Fee

Klasse 1

Klasse 2

Klasse 3

Klasse 4

Klasse 5

Klasse 6

N.S.

N.S.

N.S.

N.S. 

N.S.

N.S.

Wassergewöhnung

Wassergewöhnung

1. Etappe

1. Etappe

1. Etappe

1. Etappe

1. Etappe

1. Etappe

2. Etappe

2. Etappe

2 & 3. Etappe

2 & 3 Etappe

S.A.F.

S.A.F.

S.A.F.

S.A.F.

S.A.F.

S.A.F..

1. Etappe

1. Etappe

3. Etappe

4. Etappe

5. Etappe

6 Etappe

2. Etappe

2. Etappe

4. Etappe

5. Etappe

6  Etappe

(7 Etappe)

3. Etappe

5. Etappe

6. Etappe

(7. Etappe)

(8 & 9 Etappe)

S S S S S S

Etappe 3 - 7

Etappe 3 - 7

Etappe 4 - 8 Etappe 4 - 8 Etappe 5 - 9 Etappe 5 - 9

Schwimmstilen

Schwimmstilen

Schwimmstilen Schwimmstilen Schwimmstilen Schwimmstilen

Je nach Situation

Je nach Situation

Je nach Situation

Je nach Situation

Je nach Situation

Je nach Situation

Kindergarten 1

Kindergarten 2

N.S.

N.S. 

Wassergewöhnung

Wassergewöhnung

1. Etappe

1. Etappe

S. A.F.

S.A.F.

1. Etappe

1. Etappe

2. Etappe

2. Etappe

3. Etappe

3. Etappe

S.

S.

Etappe 3 - 7

Etappe 3 - 7

Schwimmstilen

Schwimmstilen

Je nach Situation

 

Je nach Situation

 

Unterricht Zeiten:

Schulschwimmen Primarschule & Kindergarten Saas Fee

Tag

Dienstag

Zeit

Donnerstag

Zeit

Klasse

Klasse  5: Sabine

13.15 - 14.00 Uhr

 

 

Klasse  6 : Konsti

14.00 - 14.45 Uhr

Klasse 1/2: Rahel

14.00 - 14.45 Uhr

Klasse  3: Alexia

15.00 - 15.45 Uhr

Klasse 4   : Edy

15.00 - 15.45 Uhr

 
Schulschwimmen Kindergarten

Tag

Freitag

Zeit

Klasse

Kindergarten: Martha 13.15 - 14.00

Kindergarten: Chantal

14.00 - 14.45 Uhr

Klasse 1/2     : Priska

15.00 -15.45 Uhr

 

1. Etappe
a. Aufenthalt unter Wasser: Stehend minimal 5 Sek. mit angehaltenem Atem vollständig untertauchen.
WT brusttief
b. Sprudelbad: Stehend minimal 3 Sek. vollständig untertauchen mit sichtbarem Ausatmen durch Mund und / oder Nase unter Wasser.
WT brusttief
c. Im Wasser gehen: Im brusttiefen Wasser frei gehen und rennen und sich dabei mit den Armen helfend antreiben.
WT brusttief
d. Schweben in Bauchlage: Minimal 3 Sek. schweben in Bauchlage mit korrekter Kopfhaltung und in flacher Wasserlage. Arme in Seit- bis Hochhaltehalte.
WT brusttief
e. Schweben in Rückenlage: Minimal 3 Sek. schweben in Rückenlage mit korrekter Kopfhaltung und in flacher Wasserlage. Arme in Seit- bis Hochhalte.
WT brusttief
f. Sprung in standtiefes Wasser: Freier Sprung vom Bassinrand auf die Füsse zum sofortigen, vollständigen Untertauchen (Brusttief)

2. Etappe
a. Luftpumpe 4x: Stehend, einatmen, vollständiges untertauchen mit deutlich sichtbarem Ausatmen durch Mund und / oder Nase Die Übung ist ohne Unterbruch viermal auszuführen. Gleichmässiger Atemrhythmus.
WT brusttief
b. Fischauge: Untertauchen, Augen öffnen und erkennen eines Gegenstandes, einer Zahl oder einer Farbe unter Wasser.
WT brusttief
c. Bauchpfeil: Gleiten während minimal 5 Sek. in gestreckter Bauchlage und mit korrekter Kopfhaltung aus Abstossen vom Rand oder vom Boden. Arme in Hochhalte.
WT
d. Rückenpfeil: Gleiten während minimal 5 Sek. in gestreckter Rückenlage aus Abstossen vom Rand oder vom Boden. Arme in Hochhalte.
WT brusttief
e. Wechselbeinschlag in Rückenlage: In gestreckter Rückenlage 8 m Wechselbeinschlag, mit korrekter Kopfhaltung aus Abstossen vom Rand. Hände können seitlich neben dem Körper im Wasser paddeln.
WT 140 cm
f. Wechselbeinschlag in Bauchlage: In gestreckter Bauchlage 5 m Wechselbeinschlage ohne Atmung und mit korrekter Kopfhaltung aus Abstossen vom Rand. Arme neben dem Körper paddelnd oder in Hochhalte.
WT brusttief

3. Etappe
a. Luftpumpe: Stehend, einatmen, vollständiges untertauchen mit deutlich sichtbarem Ausatmen durch Mund und / oder Nase. Während 30 Sekunden gleichmässiger Atemrhythmus.
WT brusttief
b. Fässli: Mit den Armen die angezogenen Beine umfassen, Kinn auf die Brust drücken und sich während 7 Sekunden so vom Wasser tragen lassen.
WT brusttief
c. Wechselbeinschlag mit ausatmen: aus dem Gleiten in Bauchlage 8 m Wechselbeinschlag an der Wasseroberfläche mit korrekter Kopfhaltung, sichtbares Ausatmen. Wer Luft benötigt, muss abstehen (max. 1x).
WT brusttief
d. Schwimmen 12 m: In Rücken- oder Bauchlage ohne Hilfsmittel im überkopftiefen Wasser schwimmen.
WT 140 cm
e. Tunneltauchen: unter Wasser von der Wand abstossen und durch einen vollständig unter Wasser stehenden Reifen durchtauchen. Parcours von ca. 3 m unter Wasser, mit Antreiben der Beine oder Arme.
WT brusttief
f. Fusssprung vorwärts vom Rand: Vollständiges Untertauchen nach Fusssprung in überkopftiefes Wasser.
WT 140 cm

4. Etappe
a. Superman 12 m: In gestreckter Körperhaltung, ein Arm am Körper angelegt, der andere in Hochhalte, Wechselbeinschlag in Bauchlage, sichtbares ausatmen unter Wasser, in Seitenlage drehen und einatmen.
WT brusttief
b. Wechselbeinschlag in Bauchlage: In gestreckter Bauchlage 16 m Wechselbeinschlag mit frei wählbarem Armantrieb. Ausatmung ins Wasser, Einatmung frei.
Tiefwasser
c. Rückenkraul: In korrekter Wasserlage 16m Rückenkraul mit Wechselbeinschlag und Arme über Wasser zurückführen.
Tiefwasser
d. Schraube 10 m: Wechselbeinschlag mit je einer Drehung von der Bauch- in die Rückenlage, resp. von der Rücken- in die Bauchlage. Armhaltung frei wählbar.
WT brusttief
e. Slalomtauchen: unter Wasser von der Wand abstossen und 5 m durch zwei versetzt stehende Reifen tauchen.
WT brusttief
f. Köpfler: Eintauchen kopfwärts aus Sitz, Knie- oder Hockstand mit anschliessendem Gleiten durch eine Reifen in Richtung Boden.
Tiefwasser

5. Etappe
a. 3 Brustbeinschläge: Schwung- Stossbewegung der Beine mit sichtbarer Gleitphase, Arme in Hochhalte (ohne Hilfsmittel), Gesicht im Wasser.
WT brusttief
b. Brustarmzug 8 m: symmetrischer Armzug mit angewinkelten Armen während der Zugphase bis Schulterhöhe. In flacher Wasserlage, Gesicht im Wasser und Ausatmung ins Wasser. Wer Luft benötigt, darf abstehen (max. 1-mal), beziehungsweise mit Einatmung in Schwimmlage. Beinschlag frei wählbar.
WT brusttief
c. Haifischflosse 12 m: in gestreckter Körperhaltung, ein Arm am Körper angelegt, der andere in Hochhalte, Wechselbeinschlag in Bauchlage, sichtbares ausatmen unter Wasser. Zum Einatmen den angelegten Arm zur „Haifischflosse“ hochziehen, dabei zur Seite einatmen, Arm wieder senken.
WT brusttief
d. Purzelbaum: Rolle vorwärts vom Bassinrand mit vollständigem Untertauchen, danach zurück an Land schwimmen.
Tiefwasser
e. Wassertreten an Ort: Sich während 1 Minute mit frei gewählten Arm- und Beinbewegungen über Wasser halten, z.B. Wassertreten oder Wechselbeinschlag, Arme paddeln.
Tiefwasser
f. Schwimmen 50 m: Technik frei wählbar, Lagewechsel erlaubt, keine Hilfsmittel.
Tiefwasser

6.Etappe
a. Kraul 16 m: Ganze Lage Kraul schwimmen mit Wechselbeinschlag (deutlich sichtbare Atmung Abwärtsbewegung der Beine), Rückholphase der Arme über Wasser, Atmung zur Seite.
Tiefwasser
b. Rückenkraul 25 m: Ganze Lage in gestreckter Rückenlage und mit korrekter Kopfhaltung, Rückholphase der Arme über Wasser, regelmässiger Wechselbeinschlag mit locker einwärts gedrehten Füssen.
Tiefwasser
c. Startsprung: Aus dem Kauerstand oder aus dem Stand mit einer Tauchgleitphase zur Wasseroberfläche in gespannter Körperhaltung. Tiefwasser
d. Baumstammrollen 16 m: aus Abstossen mit Wechselbeinschlag und in gestreckter Wasserlage mind. 2 Drehungen von der Rücken- in die Bauchlage und von der Bauch- in die Rückenlage. Arme bleiben immer in Hochhalte gestreckt.
WT brusttief
e. Brust 12 m: Schwung- Stossbewegung der Beine, symmetrischer Armzug mit angewinkelten Armen während der Zugphase bis Schulterhöhe. Gesicht im Wasser und Ausatmung ins Wasser. Wer Luft benötigt, muss abstehen (max. 2-mal). Korrekte Koordination der Arme und Beine (die Rückholphase der Beine erfolgt, wenn die Zugphase der Arme abgeschlossen ist).
WT brusttief
f. Tauchwende: aus Stand in 5 m Entfernung der Wand abtauchen, zur Wand tauchen, unter Wasser wenden und nach 2 m einen Tauchgegenstand vom Boden heraufholen. Antrieb frei wählbar.
WT brusttief

7.Etappe
a. Kraul einarmig, 25 m: passiver Arm ist nach vorne gestreckt, ausatmen ins Wasser, wechseln des Armes nach 12 m, einatmen zur Seite nach jedem 2.Zug.
Tiefwasser
b. Rückenkraul einarmig, 25 m: passiver Arm ist längs des Körpers anliegend, wechseln des Armes nach 12 m. Deutlich sichtbare Zug- und Druckphase der Arme und Hände
Tiefwasser
c. Scheibenwischer 8 m: Antrieb mit Ein- und Auswärtsbewegungen der Unterarme / Hände unter dem Oberkörper, das Gesicht liegt mit korrekter Kopfhaltung im Wasser (kein “Brustarmzug“, kein Beinantrieb). Wer Luft benötigt darf abstehen (max. 1x).
WT brusttief
d. Brust 16 m: ganze Lage: antriebswirksame Schwung- /Stossbewegung der Beine, Armzug mit angewinkelten Arme während der Zugphase, korrekte Koordination Armzug, Atmung, Ausatmung ins Wasser.
Tiefwasser
e. Schwimmen 100 m: ohne Anhalten, Technik frei wählbar, Lagenwechsel erlaubt.
Tiefwasser
f. Streckentauchen 8 m: kopfwärts eintauchen, Unterwasser- antriebs- Bewegungen sind frei wählbar. Tauchstrecke ist beendet sobald ein Körperteil die Wasseroberfläche durchbricht.
Tiefwasser

8.Etappe
a. Kraul 25 m: ganze Lage: Atmung zur Seite, gleichmässiger Atemrhythmus (2er oder 3er- Atmung).
Tiefwasser
b. Rückenkraul 50 m
c. Brust 25 m: ganzer Lage. Antriebswirksame Schwung- /Stossbewegung der Beine, Armzug mit angewinkelten Arme während der Zugphase, korrekte Koordination Armzug – Atmung – Beinschlag.
Tiefwasser
d. Schwimmen 200 m: Technik frei wählbar, ohne Unterbruch und Zeitbeschränkung.
Tiefwasser
e. Paddeln in Rückenlage: 10m kopfwärts paddeln, langsam und spritzerlos. Antrieb nur mit den Händen, deren Einsatz auf Hüfthöhe erfolgt.
Brusttiefes Wasser oder Tiefwasser
f. Ringli tauchen: eintauchen kopfwärts aus dem Kniestand, in einem Tauchgang 4 Ringli oder Tauchteller, verteilt auf einer Fläche von 10 m2, vom Boden heraufholen.
WT ca 150 cm

9.Etappe
a. Kraul 50 m: ganze Lage, Atmung zur Seite, gleichmässiger Atemrhythmus (2er oder 3er- Atmung).
Tiefwasser
b. Brust 50 m: ganze Lage, korrekte Koordination Beinschlag, Armzug, Atmung, Ausatmung ins Wasser.
Tiefwasser
c. Schwimmen 300 m: Technik frei wählbar, ohne Unterbruch und Zeitbeschränkung.
Tiefwasser
d. Einfache Über-Wasser-Wende: aus dem Anschwimmen (5m) mit einer (beim Kraul) oder mit beiden Händen (beim Brust) an der Wand anschlagen, seitwärts abkippen, Drehung in die neue Schwimmrichtung, Abstossen mit beiden Beinen. Nach dem Übergang vom Gleiten zum Schwimmen 2-3 Züge anhängen.
Tiefwasser
e. Figur Zuber: paddeln an Ort in Rückenlage. Zuberposition einnehmen (Beine anziehen und Gesäss absenken, Unterschenkel an der Wasseroberfläche), eine Rotation um die Längsachse um 360° und Beine wieder strecken.
WT: schultertief
f. Rettungsschwimmen 16 m: eine/n Mitschülerin mit dem Schulter-Stützgriff, dem Nacken- Stirngriff, oder Nackengriff transportieren.
WT: schultertief